Die Welt des Kaffees – Kaffesommelière

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Die beste Methode, das Leben angenehm zu verbringen, ist, guten Kaffee zu trinken. Wenn man keinen haben kann, so soll man versuchen, so heiter und gelassen zu sein, als hätte man guten Kaffee getrunken.

(Jonathan Swift)

Heiterkeit und Gelassenheit habe ich während meiner Ausbildung zur Kaffeesommelière in der Kaffeeschule Hannover vermisst. Es war eine anstrengende Woche mit viel Input tagsüber und viel zu lernen abends.

Die Prüfung, nicht nur schriftlich sondern auch praktisch (Bewertung von Kaffee, sensorische „Rätsel“), hatte es in sich. Umso größer die Freude über das Zertifikat dem demnächst auch die „offizielle“ Urkunde der IHK folgen wird.

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Was ich über Kaffee gelernt habe?

Dass man die Bohnen erst kurz vor der Zubereitung mahlt, das Wasser nicht mehr kochen darf und weißes Filterpapier verwendet werden sollte, da braunes einen „Papiergeschmack“ erzeugt.

Wie viel Kaffee? 55-65 Gramm pro Liter ist der Standard ….

….. ABER: Wie bei allen Genussmitteln geht es auch beim Kaffee um den individuellen Geschmack. Und was hierzulande meist serviert wird, würde woanders nicht getrunken werden. Es geht wohl darum, die eigene Mischung zu finden und die praktikabelste Zubereitungsart.

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Interessant war die Vielfalt der Aromen, die sich Kaffee entdecken lassen: Grapefruit, Beeren, Rauch, Holz, Karamell, Trockenfrüchte, ….

Kenner schmecken auch, ob der Kaffee nach dem Pflücken mehrere Wochen getrocknet oder zuerst für einige Stunden im Fermentationsbecken gebadet und dann getrocknet wurde.

Es gibt Kaffee, der Monsunwinden ausgesetzt wird, und Kaffee, der durch einen Schimmelpilz eine Carbon-Note erhält, die in manchen Ländern durchaus erwünscht ist. Blue Mountain ist wohl überbewertet und Geisha etwas ganz Besonderes.

Und Kopi Luwak, der Katzen-Kaffee?  Wenn man einmal weiß, wie sehr diese Tiere gequält werden, damit sie diesen Kaffee produzieren, wird man ihn nie wieder trinken.

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Als Österreicherin hat mich überrascht zu hören, dass die Wiener weder den Kaffee in Europa etabliert haben, noch das erste Kaffeehaus hatten. Das eröffnete 1645 in Venedig. Es folgten Oxford, London, Marseille, Amsterdam, Den Haag, Paris, Bremen, Hamburg – und 1685 Wien.

Ich werde künftig bewusster Kaffee trinken und vermutlich auch weniger. Denn auf schlechten Kaffee kann ich verzichten. Nicht, dass es mir so ergeht, wie Abraham Lincoln, der zum Kellner sagte: „Sollte dies Kaffee sein, bringen Sie mir bitte Tee. Sollte dies Tee sein, bringen Sie mir bitte Kaffee.“

Zum Schluss mein Lieblingszitat zum Thema:

„Ein echter Espresso widerlegt das Vorurteil, Genuss hätte etwas mit Länge zu tun.“

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