Ayurvedischer Genuss – Sri Lanka Teil 2

Sieben Tage „Schnupperkur“ im Hiru Beach Ayurveda Resort in Kosgoda/Sri Lanka. Das Ziel: Detox (also Engiften). Auf leichte Schonkost hatte ich mich eingestellt – und auch auf ein wenig Hunger. Doch wichtigste Erkenntnis gleich vorweg: Dreimal am Tag drei Gänge zu essen und außer Yoga keinen Sport zu treiben, kann zur Gewichtsabnahme führen. Mehr als drei Kilo (Gift? Wasser? Fett? Schlacken?) habe ich in dieser Zeit verloren – und nicht gehungert!

Essen ist neben Anwendungen (Massagen), Yoga und pflanzlicher Medizin eines der wichtigsten Elemente bei Ayurveda. Es sollte idealerweise auf die individuellen Doshas abgestimmt sein, also jene Bioenergien, die bei jedem unterschiedlich stark ausgeprägt sind.  Außerdem sollte jede ayurvedische Mahlzeit die sechs Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig, herb (zusammenziehend), bitter und scharf enthalten.

Ich habe auf beides eher weniger geachtet, sondern mit Bedacht genossen.

Ein typisches Frühstück sah so aus:

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Eine Suppe zum Frühstück fand ich zwar gewöhnungsbedürftig, aber Süßkartoffeln mit Kokosnuss und exotische Früchte haben mir sehr gemundet.

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Mittags gab es zudem Salat, in diesem Fall mit Mango, Granatapfel und grünem Chili.

 

 

Und natürlich gab es wieder leckeres Curry in vielfältigen Variationen.20170108_171848Weder hatte ich ein Völlegefühl nach dem Essen noch musste ich ein Verdauungsschläfchen machen. Auch „litt“ ich nicht unter Gelüsten etwa auf Brot oder Schokolade.

Die Freude über die verlorenen Pfunde währte nur kurz. Sie wich der Ernüchterung, als ich die Liste mit den persönlichen Ernährungsempfehlungen von Dr. Duminda Mahagodage, dem Ayurveda-Arzt, erhielt: Verzichten sollte ich unter anderem auf rohe Zwiebeln und Knoblauch, gekochte Tomaten, Weizen, Weißbrot, Ananas, Grapefruit sowie rohe Nüsse und Samen. Besonders treng sind die Regeln fürs Abendessen: Fette, Spinat, Gurken, Bohnen, Erbsen, Fleisch, Fisch und Milchprodukte sollte ich dann vom Speiseplan streichen. Uff! Da ist einiges dabei, dass ich abends gerne esse, ein Thunfischflammkuchen zum Beispiel oder Spinat mit Rührei oder einfach nur Quark.

Wenigstens gibt es einige meine bevorzugten Speisen auf der „Gut“-Liste: Kürbis, Rote Beete, Hafer, Sesam, Linsen, Hirse, Vollkornbrot sowie viele Früchte. Mit Pfeffer, und Kümmel habe ich schon seit langem auf Gewürze gesetzt, die mir gut tun, künftig sollte ich meine Speisen auch mit Kreuzkümmel, Koriander, Basilikum, Ingwer und Kurkuma würzen. Ich kann mir also eine eigene Curry-Mischung zusammenstellen. Zusammen mit den „erlaubten“ Lebensmitteln werde ich sicher einige kulinarischen Ayurveda-Akzente in meinem Leben setzen können.

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