Bier, Wein und Kaffee

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Gleich drei Ausflüge haben mich in die Welt der Getränke geführt. Mit drei Zertifikaten bin ich zurückgekommen: Biersommelière, Kaffeesommelière und Anerkannte Beraterin für Deutschen Wein. Es waren nicht nur Genusstrips, denn am Ende stand jedes Mal eine Prüfung, die entsprechende Vorbereitung und starke Nerven erforderte. Hingegen mochte ich das Zusammensein mit Gleichgesinnten und die Konzentration auf ein Thema. Das Beste: Wir, mein Mann und ich, haben uns gemeinsam diesen Herausforderungen gestellt, sie erfolgreich gemeistert und natürlich im Anschluss zusammen gefeiert.

 

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Dass das Bier-Thema am meisten Spaß gemacht hat, liegt nicht nur an der feucht-fröhlichen Stimmung, die sich an manchen Tagen nach dem Verkosten breit gemacht hat. Bier ist meine Leidenschaft und diese will ich künftig auch an andere weitergeben.

 

 

 

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Ziel des Wein-Seminars war, Grundwissen zu erwerben. Ich bekenne mich zur Weißwein- oder Rosè-Schorle und mag es auch, wenn es blubbert. Zur Wein-Expertin werde ich es mit diesem Ansatz vermutlich nicht bringen.

 

 

 

 

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Und der Kaffee? Das ist schwierig. Denn die Befürchtung, die ich im Vorfeld hatte, hat sich bewahrheitet: Ich weiß jetzt, wie guter Kaffee schmecken sollte, aber ich weiß auch, dass ich ihn hierzulande nur selten serviert bekomme. Und selbst wenn die Bohnen von hoher Qualität, perfekt geröstet und frisch gemahlen sind: Bei der Zubereitung kann man viel falsch machen.

 

 

Natürlich gilt für alle drei Getränke: Gut ist, was schmeckt. Jeder ist sein eigener Experte. Aber es gibt „da draußen“ noch viel, viel mehr als nur Pils, Riesling oder bitteren Espresso – jede Menge Genusswelten voller spannenden Aromen und Geschichten.

Und jetzt? Manch einer fragt nach dem nächsten Kurs. Wassersommelière? Käsesommelière? Nein, nun gilt es, das Erlernte umzusetzen. Zwei Kurse und eine Tagesfahrt an der VHS Regionalverband  Saarbrücken (Infos gibt es hier) stehen in den nächsten Monaten an, zudem bereite ich verschiedene Events und Tastings vor. Ich würde auch gerne wieder Bier-Touren durch Saarbrücken organisieren und journalistisch wird mich das Thema ebenfalls begleiten.

Ich freue mich auf spannende Begegnungen mit kulinarischen Abenteurern, trinkfreudigen Gourmets, neugierigen Feinschmeckern und anderen Menschen, die gutes Essen und Trinken zu schätzen wissen!

 

 

Die Welt des Kaffees – Kaffesommelière

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Die beste Methode, das Leben angenehm zu verbringen, ist, guten Kaffee zu trinken. Wenn man keinen haben kann, so soll man versuchen, so heiter und gelassen zu sein, als hätte man guten Kaffee getrunken.

(Jonathan Swift)

Heiterkeit und Gelassenheit habe ich während meiner Ausbildung zur Kaffeesommelière in der Kaffeeschule Hannover vermisst. Es war eine anstrengende Woche mit viel Input tagsüber und viel zu lernen abends.

Die Prüfung, nicht nur schriftlich sondern auch praktisch (Bewertung von Kaffee, sensorische „Rätsel“), hatte es in sich. Umso größer die Freude über das Zertifikat dem demnächst auch die „offizielle“ Urkunde der IHK folgen wird.

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Was ich über Kaffee gelernt habe?

Dass man die Bohnen erst kurz vor der Zubereitung mahlt, das Wasser nicht mehr kochen darf und weißes Filterpapier verwendet werden sollte, da braunes einen „Papiergeschmack“ erzeugt.

Wie viel Kaffee? 55-65 Gramm pro Liter ist der Standard ….

….. ABER: Wie bei allen Genussmitteln geht es auch beim Kaffee um den individuellen Geschmack. Und was hierzulande meist serviert wird, würde woanders nicht getrunken werden. Es geht wohl darum, die eigene Mischung zu finden und die praktikabelste Zubereitungsart.

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Interessant war die Vielfalt der Aromen, die sich Kaffee entdecken lassen: Grapefruit, Beeren, Rauch, Holz, Karamell, Trockenfrüchte, ….

Kenner schmecken auch, ob der Kaffee nach dem Pflücken mehrere Wochen getrocknet oder zuerst für einige Stunden im Fermentationsbecken gebadet und dann getrocknet wurde.

Es gibt Kaffee, der Monsunwinden ausgesetzt wird, und Kaffee, der durch einen Schimmelpilz eine Carbon-Note erhält, die in manchen Ländern durchaus erwünscht ist. Blue Mountain ist wohl überbewertet und Geisha etwas ganz Besonderes.

Und Kopi Luwak, der Katzen-Kaffee?  Wenn man einmal weiß, wie sehr diese Tiere gequält werden, damit sie diesen Kaffee produzieren, wird man ihn nie wieder trinken.

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Als Österreicherin hat mich überrascht zu hören, dass die Wiener weder den Kaffee in Europa etabliert haben, noch das erste Kaffeehaus hatten. Das eröffnete 1645 in Venedig. Es folgten Oxford, London, Marseille, Amsterdam, Den Haag, Paris, Bremen, Hamburg – und 1685 Wien.

Ich werde künftig bewusster Kaffee trinken und vermutlich auch weniger. Denn auf schlechten Kaffee kann ich verzichten. Nicht, dass es mir so ergeht, wie Abraham Lincoln, der zum Kellner sagte: „Sollte dies Kaffee sein, bringen Sie mir bitte Tee. Sollte dies Tee sein, bringen Sie mir bitte Kaffee.“

Zum Schluss mein Lieblingszitat zum Thema:

„Ein echter Espresso widerlegt das Vorurteil, Genuss hätte etwas mit Länge zu tun.“

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Die Welt des Kaffees – der Kurs

Blumig, Schokolade, feine Säure, Himbeere?

Arabica oder Canephora?

Natural? Washed? Semi washed?

Spezialität? Oder nur Mainstreamqualität?

Kolumbien? Kenia? Vietnam?

Ich bin in die Welt des Kaffees eingetaucht, eine Welt voller Aromen…

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Der Kurs „Kaffeesomelière IHK“ in der Kaffeeschule Hannover ist eine spannende Herausforderung: verkosten, beurteilen und jede Menge zu lernen – und am fünften Tag die Prüfung ….

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