Feinschmeckerin auf Reisen … Mauritus (Treffen mit Willi)

Willibald Reinbacher kommt aus der Steiermark und sein Deutsch ist entsprechend „eingefärbt“. Das hört man auch, wenn der Chefkoch über seine Passion spricht – Aquacasia. Er selbst hat das außergewöhnliche kulinarische Konzept entwickelt, das er im Hotel Shanti Maurice etabliert hat. Aquacasia vereint authentische und gesunde Gerichte von den Komoren, Madagaskar, Mauritius, Seychellen, Sri Lanka, der Réunion, Indonesien, den Malediven und vom Westen Australiens – den Inseln des Indischen Ozeans.

„Außergewöhnliche und authentische kulinarische Erlebnisse für reiselustige, unkonventionelle Leute“, beschreibt Willi, wie er genannt wird, sein Konzept, das er im Stars, einem der Restaurants des Shanti Maurice, umsetzt.

Wer die Gerichte selbst zubereiten möchte, kann beim Meister „in die Lehre“ gehen. Ein Aquacasia-Kochkurs mit Willi ist ein unterhaltsames Erlebnis. In einer schlichten Outdoor-Küche bereitet er Gerichte wie den Millionärs-Salat zu. Palmenherzen sind die kostbare Zutat, denen der Salat seinen Namen zu verdanken hat.

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Auch bei der Zubereitung von Curry lässt sich Willi über die Schultern schauen. Aus seinem Gewürzkoffer wählt er unter anderem Kurkuma, Kreuzkümmel, Koriander-Pulver.

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Weitere Zutaten sind Kokosmilch, frische Curry-Blätter, Ingwer, Zwiebeln

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und Pantana-Essenz (dunkelgrün, nussiges Aroma nach Macadamia und Mandeln -> wo bekommt man das?)

 

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sowie Brotfrucht (siehe Foto), die geschält und in Wasser eingelegt wird und wie Kartoffeln schmeckt, und geräucherter Marlon (Schwertfisch).

(Das Ergebnis war so köstlich, dass ich glatt vergessen habe, es zu fotografieren.)

Nachdem die Teilnehmer beim Schneiden von Ingwer und anderen Hilfsdiensten fleißig waren, dürfen sie sich nicht nur das Essen schmecken lassen, sondern erhalten auch eine Urkunde über die erfolgreiche Teilnahme am Aquacasion-Kurs.

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Ich habe Willi gefragt, wie er Aquacasia in drei Worte zusammenfassen würde. Die Antwort kam spontan: „Freude am Essen!“

 

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Feinschmeckerin auf Reisen … Mauritius (Inselfrühstück)

Pfannkuchen zum Frühstück? Das ist nichts Ungewöhnliches, auch nicht in Südindien. Dort heißt er Dosa und besteht aus einem fermentierten Teig aus Reis und Urdbohnen. Dass es ihn auch auf Mauritius zu essen gibt, ist nicht verwunderlich, denn die Küche ist von kreolischen, chinesischen, europäischen, afrikanischen und indischen Einflüssen geprägt. Und sie ist sehr würzig, was nicht nur für die vielfältigen Currys gilt. Zum Dosa wird üblicherweise ein Kokosnuss-Chutney und eine aromatische Soße serviert.

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Ob das auch zuhause zum Frühstück schmecken würde? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Essen eines Landes viel mit dem Klima zu tun hat: Je wärmer, desto würziger, desto vielfältiger die Aromen. Um es kurz zu machen: Auf Mauritius schmeckt Dosa zum Frühstück, auch wenn der grüne Chili im Chutney aufgrund seiner Schärfe schweißtreibend sein kann. Bei mir haben Salat und Maracuja für „Linderung“ gesorgt.

Feinschmeckerin auf Reisen … Mauritius (genussvoller Auftakt)

„Die besten Dinge verdanken wir dem Zufall.“ Dieses Zitat von Giacomo Casanova kann ich gerade voll und ganz unterstreichen. Vor wenigen Tagen erhielt ich einen Anruf, ob ich Lust hätte, Anfag Mai für ein paar Tage nach Mauritus zu reisen. Es war eines dieser Angbote, dass man nicht ablehnen kann. Wer weiß, ob sich diese Chance je wieder ergibt? Wellness ist ein großes Thema auf der Insel. Das vielfältige Angebot werde ich in den nächsten Tagen kennenlernen. Doch auch kulinarisch gibt es hier einiges zu entdecken.

Schlemmen durfte ich bereits während der Anreise. Die Erkenntnis: Essen im Flugzeug kann richtig lecker schmecken. Okay, das gilt vorallem für Passagiere in der Businessclass. (Dass ich dort sitzen durfte, hatte ich einem weiteren glücklichen Zufall zu verdanken – Losglück!)

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Dinner in der Condor-Businessclass

Vorallem die Vorspeisen-Variation, unter anderem mit Avocado-Petersilienmousse und Bulgur-Mango-Salat, hat mich begeistert. Der Red Snapper zur Hauptspeise war leider etwas zu lange im Ofen, doch dafür überzeugten Steinsalz- und Landkäse mit getrockneten Aprikosen und Steirischem Kürbiskernöl sowie das Passionsfrucht-Champagner-Törtchen zum Dessert. Es war ein genussvoller Auftakt zu einer spannenden Reise!

Ich hoffe meine Glückssträhne geht weiter!

Neulich im … Restaurant Tellerand

Hausgemachtes, gutes, regionales Essen – so wirbt das Saarbrücker Restaurant Tellerrand auf seiner Facebookseite. An der schönen Adresse „Am Stiefel 1“, unweit vom St. Johanner Markt, ist das gemütliche Lokal zu finden. Im Inneren verbreitet viel Holz warmes, behagliches Flair. Fürs Wohhlgefühl sorgen auch nette, aufmerksame Mitarbeiterinnen. Das Essen überzeugt mit Frische und Qualität. Die Teller sind üppig und mit Liebe angerichtet, ohne Schnickschnack und kunstvollen Arrangements, die nur dem Auge und der Kameralinse schmeichlen sollen. Das wird auch auf dem Foto deutlich: Das Essen sieht appetitlich aus und schmeckt, ist aber nicht sonderlich fotogen (umgekehrt wäre es viel schlimmer).

2016-04-30-20-16-04Zur Auswahl steht ein mehrgängiges, vegetarisches Menü, das mit Gerichten von der Tageskarte flexibel kombiniert werden kann. Außerdem gibt es Salat pur oder mit Fisch oder Fleisch sowie Nudelgerichte. Die Auswahl fällt schwer. Ich habe mich unter anderem für das Ceviche von Thuna mit Avocado, Tomaten, Mango und Chili entschieden (Foto). Das Urteil: ein wunderbar erfrichendes Gericht, das nicht nur durch die gelungene Kombination der Zutaten überzeugt. Der Koch hat großzügig und mit viel Selbstbewusstsein gewürzt – oder einfach formuliert: Es war lecker!

Auch das Safranrisotto mit grünem Spargel und die gebackenen Polentaschnitten mit dem warmen Tomaten-Zwiebel-Salat haben meiner Mutter und mir gemundet. Doch oha: 90 Prozent der anwesenden Gäste sind weiblich! Ein Frauenlokal, in das man (frau) mit der besten Freundin geht, um Salat und anderes gesundes Zeux zu essen und dazu ein Gläschen Wein aus biodynamischen Anbau zu trinken? Gute Idee! Aber ich denke, auch „er“ findet etwas. Die Steinpilzravioli hätten meinem Mann bestimmt geschmeckt. Wie er sich zwischen dem Rücken vom Iberico-Schwein und dem Roastbeef entschieden hätte, weiß ich nicht. Und was das Thema Bier betrifft, wäre er mit dem Angebot sicher zufrieden gewesen. Ob ich mit meiner Vermutung richtig liege? Ich werde es baldmöglichst herausfinden.