Katzenkaffee

Ich bin beeindruckt. Ein feiner Duft, ein elegantes Aroma, eine leichte schokoladige Note, harmonisch im Geschmack, sanfte Bitterkeit. Jetzt weiß ich, warum der Kopi Luwak als bester Kaffee der Welt gilt. Mein Bruder hatte ihn von seiner Bali-Reise mitgebracht und meinen Eltern geschenkt, die mir einen Portionsbeutel davon abgaben. Danke!

Ich weiß, dass es sich bei Kopi Luwak nicht um eine besondere Kaffeesorte, sondern um einen außergewöhnlichen Herstellungsprozess handelt: Die Kaffeefrüchte werden von Schleichkatzen gefressen. Während das Fruchtfleisch verdaut wird, werden die Bohnen wieder ausgeschieden. Dabei werden sie durch verschiedene Verdauungsenzyme „veredelt“.  Doch so genau wollte ich es gar nicht wissen und mit der Zubereitung (150 ml 93 Grad heißes Wasser, das innerhalb von drei Minuten durch den Eine-Tasse-Filter läuft) war ich ebenso beschäftigt wie mit dem Riechen und Schmecken.

Würde ich mir den Katzenkaffee kaufen? 200 bis 300 Euro soll das Kilo kosten und unter Tierschützern ist er umstritten, denn aufgrund der hohen Nachfrage wird bei der Herstellung zunehmend auf Massentierhaltung gesetzt. Fazit: Es wird wohl bei dem einmaligen Erlebnis bleiben. Doch wie schon Goethe sagte: „Kein Genuß ist vorübergehend; denn der Eindruck, den er zurückläßt, ist bleibend.“

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